Das Opfer

Debussy, Bach, Messiaen og Langgaard

Rued-Langgaard-Festival 30. August – 2. September 2017

Donnerstag, den 30. 8.

 

Festivaleröffnung

16.30 Uhr Domplatz

 

Festivaleröffnung. Durch die Direktorin für Wirtschaftsentwicklung in Esbjerg, Susanne Nordenbæk

Dénise Beck, Sopranistin; Clemens Hund-Göschel, Klavier; Quartet Vela, DR VokalEnsemblet mit Marcus Creed 

 

Der Ruhm des Königs steige + Zwanzig Blicke auf das Jesuskind

19.00 Uhr St.-Catharinæ-Klosterhof

In der Syrinx bringt uns Debussy in Kontakt mit der griechischen Mythologie, wo der Hirtengott Pan (halb Ziegenbock – halb Mensch) seine Trauer über den Verlust der Nymphe Syrinx ausdrückt. Bachs Inspiration zu den Suiten für Solocello und -flöte hingegen waren die Hoftänze des Barock. Das Ergebnis geht jedoch über Zeit und Raum hinaus und ist lebensbejahende Musik von universeller Schönheit.

Bach schrieb das Musikalische Opfer als ein Geschenk für den musikliebenden Friedrich den Großen von Preußen. In seinen Kanons huldigt Bach dem König, indem er unter anderem einen Kanon schreibt, in dem steigende Tonhöhen den zunehmenden Ruhm des Königs symbolisieren.

In den Zwanzig Blicken auf das Jesuskind meditiert der Komponist und Katholik Olivier Messiaen über das Gotteskind in der Krippe. In einer farbenprächtigen Musik wird Messiaen eins mit den Blicken, die sowohl Gott, die Jungfrau Maria, die Engel, die Heiligen Drei Könige, die Zeit, die Stille, der Stern als auch das Kreuz auf das Jesuskind richten. Die Zwanzig Blicke auf das Jesuskind sind ein Hauptwerk der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts, sowohl aufgrund ihrer klaviertechnischen Herausforderungen als auch infolge des geistigen Reichtums, über den das Werk verfügt.

Claude Debussy: Syrinx für Soloflöte (1913) (3’)

Johann Sebastian Bach: Super-Suite (34’)

Wechsel zwischen Sätzen aus der Cellosuite Nr. 3 in C-Dur BWV 1009 und der Partita in a-Moll für Flöte solo BWV 1013 (1722-23)

  • Prélude (Violoncello)
  • Allemande (Flöte)
  • Allemande (Violoncello)
  • Courante (Flöte)
  • Courante (Violoncello)
  • Sarabande (Flöte)
  • Sarabande (Violoncello)
  • Bourrée anglaise (Flöte)
  • Bourrées I & II (Violoncello)
  • Gigue (Violoncello)

 

Johann Sebastian Bach: 5 Kanons über das königliche Thema (8’) Auszüge aus dem Musikalischen Opfer (1747)

  • Canon perpetuus super Thema Regium
  • Canon a 2 Violini in unisono
  • Canon a 2 per Motum contrarium
  • Canon a 2 per Augmentationem, contrario Motu

”Mit den wachsenden Notenwerten wachse das Glück des Königs”

  • Canon a 2 per Tonos

”Mit den aufsteigenden Modulationen steige der Ruhm des Königs”

 

Joachim Becerra Thomsen, Flöte

Toke Møldrup, Cello

Tobias Nilsson, Countertenor

 

Pause mit einem Glas Wein im Klosterhof

 

Olivier Messiaen: Vingt Regards sur l’Enfant-Jésus (Zwanzig Blicke auf das Jesuskind) (1944) (114’)

 

  1.   Regard du Père  – Blick des Vaters
  2.   Regard de l’étoile – Blick des Sterns
  •   L’échange – Der Blicktausch
  1.    Regard de la Vierge – Blick der Jungfrau Maria
  2.   Regard du Fils sur le Fils – Blick des Sohnes auf den Sohn
  3. Par Lui tout a été fait – Durch ihn ist alles erschaffen worden

VII     Regard de la Croix – Blick des Kreuzes

VIII   Regard des hauteurs – Blick der Höhen

IX      Regard du temps – Blick der Zeit

X       Regard de l’Esprit de joie – Blick des Geistes der Freude

XI      Première communion de la Vierge – Erstes Abendmahl der Jungfrau Maria

XII     La parole toute puissante – Das allmächtige Wort

XIII   Noël – Weihnacht

XIV    Regard des Anges – Blick der Engel

XV     Le baiser de l’Enfant-Jésus – Der Kuss des Jesuskindes

XVI    Regard des prophètes, des bergers et des Mages – Blick der Propheten, der Hirten und der Weisen

XVII  Regard du silence – Blick der Stille

XVIII Regard de l’Onction terrible – Blick der furchterregenden Salbung

XVIX Je dors, mais mon cœur veille – Ich schlafe, aber mein Herz wacht

XX     Regard de l’Église d’amour – Blick der Kirche der Liebe

 

Kristoffer Hyldig, Klavier

 

 

Langgaard-Lounge

22.30 Uhr Quedens Gaard

Begegnen Sie einer Reihe Künstlern des heutigen Tages, und genießen Sie ein Bier aus dem Brauhaus Ribe.

 

Einführung des Rued-Langgaard-Porters 2018 durch den Braumeister Lars Nielsen, Brauhaus Ribe.

 

Freitag, den 31. 8.

 

Herzlich tut mich verlangen

11.40-12.15 Uhr Kathedralschule Ribe

Rued Langgaard komponierte die Variationen über ”Herzlich tut mich verlangen” zum Andenken an seinen Vater, der starb, als Langgaard 20 Jahre alt war. Man sagt, dass Bachs Goldberg-Variationen zum Trost für einen russischen Grafen geschrieben sind, der an Schlaflosigkeit litt. Es ist ungewiss, ob die Geschichte wahr ist, aber die Musik gehört zu den schönsten und beliebtesten Werken von Bach.

 

Rued Langgaard: Variationen über ”Herzlich tut mich verlangen” Streichquartett. BVN 71 (1914-15). Auszüge (10’)

 

  1. S. Bach Goldberg-Variationen Auszüge. Bearbeitung des Esbjerg Ensembles von Dmitri Sitkowetskis Fassung für Streichtrio. (10’)

 

Esbjerg Ensemble

 

Opfer

15.00 Uhr Langgaard-Saal

In seinem letzten Film Opfer, der mit dem schwedischen Charakterdarsteller Erland Josephson in der Hauptrolle auf Gotland gedreht wurde, schuf den russische Filmregisseur Andrei Tarkowski ein modernes Weltuntergangsszenario, das sich nicht zuletzt kraft der Musik von Bach in eine Sphäre von großer Schönheit sublimiert.

 

Andrei Tarkowski: Opfer (1986) (142’)

 

Das Martyrium des Heiligen Sebastian

20.00 Uhr Dom

Das selten aufgeführte Mysterienspiel Das Martyrium des Heiligen Sebastian mit Musik von Debussy und Text des italienischen Dichters Gabriele d’Annunzios ist ein musikdramatisches Monumentalwerk mit magischen Szenen, wo wir dem christlichen Märtyrer Sebastian auf einer inneren und äußeren Reise ins Paradies folgen. Mit einer einzigartig raffinierten Musik und einem ekstatischen Text im Grenzbereich der menschlichen Existenz ist Das Martyrium des Heiligen Sebastian für den stimmungsvollen Rahmen im Dom zu Ribe wie geschaffen.

 

Das Konzert beginnt mit dem ursprünglichen Vorspiel zu Rued Langgaards Weltuntergangsoper Antichrist, welche in Dänemark seit 1926 nicht mehr aufgeführt worden ist. Damals wurde das Vorspiel in der dänischen Presse beschrieben als ”ein Felsen, der mystisch gen Himmel wies”.

 

 

Rued Langgaard: Antichrist Vorspiel (ursprüngliche Fassung) BVN 170:1 (1921-22, Rev. 1923-26) (13’)

 

Claude Debussy: Le Martyre de saint Sébastien (Das Martyrium des Heiligen Sebastian) (Gabriele d’Annunzio) (1911) (75’)

Mysterienspiel für Solisten, Chor und Orchester in fünf Akten (”Mansions”)

Skandinavische Premiere einer Neufassung (2009)

 

  1. La Cour des lys – Der Lilienhof
  2. La Chambre magique – Die magische Kammer
  • Le Concile des faux dieux – Der Rat der falschen Götter
  1. Le Laurier blessé – Der verwundete Lorbeer
  2. Le Paradis – Das Paradies

 

Der Heilige (Erzählerin): Helene Gjerris

Zwilling Marc: Hanna Maria Strand (Alt)

Zwilling Marcellien: Rikke Lender (Alt)

Stimme der Jungfrau Érigone, Himmlische Stimme, Eine Stimme, Sebastians Seele: Dénise Beck (Sopran)

DR VokalEnsemblet, Chor der Erlöserkirche

Südjütlands Symphonieorchester und Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester

Dirigent: Michael Schønwandt

Einstudierung des Chores der Erlöserkirche: Mikkel Andreassen

Übersetzung des Textes von Gabriele d’Annunzio: Monique Christiansen. Revidiert von Wenzel de Neergaard.

 

Lichtdesign: Lars Egegaard Sørensen

Regie: Esben Tange

 

Langgaard-Lounge

22.30 Uhr Quedens Gaard

Begegnen Sie einer Reihe Künstlern des heutigen Tages, genießen Sie ein Rued-Langgaard-Porter aus dem Brauhaus Ribe, und hören Sie die Humoreske für fünf Bläser und Militärtrommel, wo sich Schönheit und Diabolie in einem intensen Drama begegnen.

 

Rued Langgaard: Langgaard: Humoreske Sextett. Flöte, Oboe, Englischhorn, Klarinette, Fagott und Militärtrommel. BVN 176 (1922-23) (12’)

 

Musiker des Jütischen Musikkonservatoriums

 

 

Sonnabend, den 1. 9.

 

 

Der Opfergedanke

10.00 Uhr Langgaard-Saal, Kannikegården

Der Opfergedanke in Christentum und Modernität. Mit einem Seitenblick auf Karen Blixen

Vortrag von Jens Torkild Bak (50’)

 

Lockende Töne

11.30 Uhr Dom

Das Konzert wird mit Der große Meister kommt eingeleitet, welches für Langgaard eine musikalische Signatur war. In den folgenden Motetten von Bach und Messiaen steht die Freude über die Vereinigung mit Christus im Mittelpunkt. In Komm, Jesu, komm für Doppelchor ergötzt sich eine lebensmüde Seele an dem Gedanken einer baldigen Vereinigung mit Jesus, und in O Sacrum Convivium! wird das heilige Abendmahl gefeiert, bei welchem Christus gegenwärtig ist.

 

Naturmystik und Liebesverlangen spielen nicht nur eine wichtige Rolle in Langgaards drei Liedern zu Texten romantischer Dichter aus Norwegen und Dänemark – wo sich Langgaard in eine wehmutsvolle Gebirgswelt träumt – sondern auch in Messiaens Cinq Rechants, die sowohl auf Liebeslieder aus Peru und Ecuador aufbauen als auch auf ein mittelalterliches Morgenlied.

 

Debussy liebte die emanzipierten Gedichte des französischen Edelmannes Charles d’Orléans aus der Renaissance. In seinen Trois Chansons de Charles d’Orléans malte er nicht nur weibliche Schönheit aus, sondern er machte sich auch über den bitterbösen Winter lustig.

 

Rued Langgaard: Der große Meister kommt BVN 173 (1922) (2’)

 

Johann Sebastian Bach: Komm, Jesu, komm BWV 229 (1724) (10’)

 

Olivier Messiaen: O Sacrum Convivium! (O heiliges Gastmahl) (1929-37) (5’)

 

Rued Langgaard: Lockende Töne (J. S. Welhaven) BVN 112 (1916) (5’)

Rued Langgaard: Die Sennerin (Erik Bøgh) BVN 114 (1916) (3’)

 

Olivier Messiaen: Cinq Rechants (Fünf Refrains) (1943-49) (20’)

  • Les amoureux s’envolent…
  • Ma première fois…
  • Ma robe d’amour…
  • Mon bouquet tout défait rayonne…
  • Tes yeux voyagent

 

Rued Langgaard: Der Herbstvogel (Herman Wildenvey) BVN 141 A (1918) (9’)

 

Claude Debussy: Trois Chansons de Charles d’Orléans. (6’)

  • Dieu! qu’il la fait bon regarder! (1898)
  • Quand j’ai ouy le Tambourin (Mezzosopran solo) (1908)
  • Yver, vous n’estes qu’un villain (1898)

 

DR VokalEnsemblet

Dirigent: Marcus Creed

 

Die Himmelfahrt

15.30 Uhr Dom

Rued Langgaard spielte eine kleine exklusive Auswahl von Bachs Werken. Eines davon ist die Toccata in d-Moll, wo sich Bach von seiner dramatischsten und eingängigsten Seite zeigt.

 

Im Orgeldrama Messis spielt Rued Langgaard eine Reihe von biblischen Themen durch, die mit der Zeit der Ernte verbunden sind – dem Jüngsten Gericht. Im dritten Teil befinden wir uns im Totenreich, wo der reiche Mann den armen Lazarus beneidet, welcher nach einem trostlosen Leben ins Himmelreich kommt.

 

Messiaen liebte die Orgel, und in seinem Jugendwerk Die Himmelfahrt erleben wir das große Ausdrucksregister des Instruments von den glücklichen Hallelujas einer Seele, die den Himmel ersehnt, zu Christi stillem Gebet, während er zu seinem Vater aufsteigt.

 

Johann Sebastian Bach: Toccata in d-Moll BWV 565 (1707) (9’)

 

Rued Langgaard: Messis. Dritter Abend: In der Hölle begraben (1937-39) (21’)

 

  • Ward begraben
  • Im Totenreich
  • Erbarme dich
  • Gedenke! Du hast dein Gutes empfangen!

 

Olivier Messiaen: L’Ascension (Die Himmelfahrt) (1934) (24’)

 

  • Majesté du Christ demandant sa gloire à son Père – Majestät Christi, seine Verherrlichung von seinem Vater erbittend
  • Alléluias sereins d’une âme qui désire le ciel – Heitere Hallelujas einer Seele, die den Himmel begehrt
  • Transports de joie d’une âme devant la gloire du Christ qui est la sienne – Verzückung einer Seele über die Herrlichkeit Christi, welche die ihre ist
  • Prière du Christ montant vers son Père – Gebet des zu seinem Vater auffahrenden Christus

 

Kristian Krogsøe, Orgel

 

Verschone uns, Jesus! und Quartett für das Ende der Zeiten

20.00 Uhr St.-Catharinæ-Kirche

Olivier Messiaens Thema und Variationen sind intensive und passionierte Musik, geschrieben als Hochzeitsgeschenk für seine erste Ehefrau, die Violinistin war.

 

In der späten Sonate Nr. 4 Parce nobis, Jesu! von 1949 zeigt sich Langgaard von einer großartig absurden Seite. Die Musik sprüht Funken zwischen Abschnitten, wo sie dem Himmlischen zugewandt ist, und Passagen, wo der Komponist vom Teufel geritten scheint.

 

Messiaens Quartett für das Ende der Zeiten wurde während des Zweiten Weltkrieges in einem deutschen Kriegsgefangenenlager geschrieben und gründet sich auf den Anblick eines Engels der Apokalypse, wo sich die Zeit auflöst. Messiaen entfaltet die Musik in allen Farben des Regenbogens und erschafft eine ganz neue Tonsprache, die auf Vogelgesang, Stille und Ewigkeitsmelodien aufbaut.

 

 

Rued Langgaard: Andante Religioso BVN 407 (1950) (5’)

 

Olivier Messiaen: Thema und Variationen für Violine und Klavier (1932) (10’)

 

Rued Langgaard: Sonate Nr. 4 Parce nobis, Jesu! (Verschone uns, Jesus!) BVN 376 (1949) (20’)

  • Doux! Nicht schnell
  • Prière
  • Scherzo Schnell, elegant
  • Presto furioso
  • Finale Allegro

 

Gunvor Sihm, Violine

Berit Johansen Tange, Klavier

 

Pause

 

Messiaen: Quatuor pour la Fin du Temps (Quartett für das Ende der Zeiten) (1941) (50’)

 

  1. Liturgie de cristal – Kristall-Liturgie
  2. Vocalise, pour l’Ange qui annonce la fin du Temps – Vokalise für den Engel, der das Ende der Zeit verkündet
  • Abîme des oiseaux – Abgrund der Vögel
  1. Intermède – Zwischenspiel
  2. Louange à l’Éternité de Jésus – Lobpreis der Ewigkeit Jesu
  3. Danse de la fureur, pour les sept trompettes – Tanz des Zorns, für die sieben Posaunen
  • Fouillis d’arc-en-ciel, pour l’Ange qui annonce la fin du Temps – Wirrwarr von

Regenbögen für den Engel, der das Ende der Zeit verkündet

  • Louange à l’Immortalité de Jésus – Lobpreis der Unsterblichkeit Jesu

 

Olli Leppäniemi, Klarinette

Trio con Brio

 

Langgaard-Lounge

22.30 Uhr Quedens Gaard

Begegnen Sie einer Reihe Künstlern des heutigen Tages, genießen Sie ein Rued-Langgaard-Porter aus dem Brauhaus Ribe, und hören Sie sich Auszüge aus Langgaards Streichquartett Nr. 3 an, wo der Choral Der große Meister kommt in einem musikalischen Sturm gefangen wird.

 

Rued Langgaard: Streichquartett Nr. 3 (1924) Auszüge (8’)

  • Presto scherzoso artifizioso (verschmitzt)
  • Tranquillo – Scherzoso schernevole (spöttisch)

 

Musiker des Jütischen Musikkonservatoriums

 

Sonntag, den 2. 9.

 

Kantatengottesdienst

10.00 Uhr Dom zu Ribe

Im Verlaufe des Gottesdienstes ist die Kantate Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit zu hören, die von dem jungen, 22-jährigen Johann Sebastian Bach komponiert wurde. Nach einer stimmungsvollen instrumentalen Einleitung singen der Chor und die Solisten eine Reihe von Texten aus dem Alten und dem Neuen Testament sowie von Martin Luther, die alle um den Abschluss des Lebens kreisen. Im ersten Teil wird die alttestamentliche Todesangst vermittelt, im zweiten Teil die neutestamentliche Sehnsucht nach der Vereinigung mit Jesus im Tode.  

 

  1. S. Bach: Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit – Actus tragicus Kirchenkantate BWV 106 (1708) (20’)

 

Kammerchor Ribe mit Solisten und Instrumentalensemble

Dirigentin: Lotte Bille Glæsel

 

Langgaard-Bilderbuch

13.00 Uhr Kannikegården. Langgaard-Saal

Langgaard vor der Kamera und hinter dem Schreibtisch – was die Fotos, Papiere und Noten des Komponisten erzählen können. Vortrag von Bendt Viinholt Nielsen (60’)

 

Kaffee im Kannikegården

 

Goldberg-Variationen

15.00 Uhr St.-Catharinæ-Kirche

Rued Langgaard und Johann Sebastian Bach beweisen in den Variationen über ”Herzlich tut mich verlangen” für Streichquartett bzw. den Goldberg-Variationen die außergewöhnliche Fähigkeit, eine Fülle von musikalischen Farben und Stimmungen mit Ausgangspunkt in einer einzigen Melodie hervorzuzaubern. Langgaard schrieb sein Quartett zum Andenken an seinen Vater, Siegfried Langgaard, und das Ergebnis ist eine bewegende Musik, wo Schönheit und Schmerz zwei Seiten derselben Medaille sind. Es ist dahingegen ungewiss, für wenn Bach seine Goldberg-Variationen schrieb, aber die Musik ist ein Geschenk an die Menschheit. Hier verschmilzt erhabene Schlichtheit mit raffinierter Kompositionstechnik zu einer höheren Einheit.

 

Bachs 8 Kanons sind kleine Melodiestücke, die sich in Hans Abrahamsens verfeinerter Realisation drehen und wenden wie Mobiles, die frei im Raum schweben. Im Herbstlied, welches in einer modernen, verträumten Tonsprache komponiert ist, verbindet Hans Abrahamsen die Melodie Es naht die Zeit des Riber Komponisten Oluf Ring mit Tönen aus Bachs letztem Werk Die Kunst der Fuge.

 

Rued Langgaard: Variationen über ”Herzlich tut mich verlangen” Streichquartett. BVN 71 (1914-15) (15’)

 

  1. S. Bach: 8 Kanons (BWV 1072-78 und BWV deest) für Flöte, Klarinette, Vibraphon, Klavier, Gitarre, Violine und Violoncello. Realisation von Hans Abrahamsen (18’)

 

Pause

 

Hans Abrahamsen: Herbstlied (1992 und 2009) (7’) für Englischhorn, Klavier und Streichtrio

 

  1. S. Bach Goldberg-Variationen Auszüge. Bearbeitung des Esbjerg Ensembles von Dmitri Sitkowetskis Fassung für Streichtrio. (30’)

 

 

Esbjerg Ensemble